Nachdem wir Freitagabend in Oamaru die Pinguine bei ihrer Anlandung in die Nester beobachten konnten, haben wir uns Samstagvormittag Wallebies in einer kleinen privaten Auffangstation angesehen. Wallabies gelten in Neuseeland als Plage und werden oft nicht so liebevoll behandelt. Aber dort werden sie von einer alten sehr netten Dame aufgenommen und dürfen in Ruhe alt werden. Wir hatten die Möglichkeit sie dort zu besuchen und ihnen ganz nahe zu sein. Das war noch mal ein richtig tolles Erlebnis. ?
Fütterung……und KuschelzeitDa wird noch mal gebettelt ?. Sweeties ?
Danach ging es dann weiter nach Akaroa. Ein kleines französisches Dorf auf einer Halbinsel, direkt am Wasser und ca. 80km von Christchurch entfernt. Dieser Ort wurde uns von mehreren Einheimischen wegen seines charmanten französischen Flairs empfohlen und hat unseren Urlaub zum Abschluss noch einmal perfekt gemacht. Der Ort hat einfach so viel Urlaubsfeeling und Entspannung ausgestrahlt, dazu schien die Sonne, wir waren am Wasser und haben gleichzeitig die Berge gesehen. Und als wir dann am Leuchtturm des Hafens standen hat Basti mir ganz romantisch einen Heiratsantrag gemacht ❤️. Seit dem werde ich mein Grinsen nicht mehr los und wir hatten noch einen wunderschönen Tag ☺️.
❤️❤️❤️Sankt Patricks Church AkaroaFranzösischer CharmeBlick auf den Hafen mit Leuchtturm Der Leuchtturm! ?Seglerhafen
Heute mussten wir dann leider packen und unseren geliebten Campervan in Christchurch abgeben. Am Nachmittag sind wir noch ein bisschen durch Christchurch getingelt (die Stadt hat uns sehr gut gefallen) und verbringen nun unsere letzte Nacht in Neuseeland im Hotel, bevor es morgen Abend 18:45 Uhr Ortszeit (in Deutschland Montag früh 6:45 Uhr) wieder nach Hause geht. 27h reine Flugzeit und weitere Stunden Reisezeit liegen vor uns! Ich freue mich jetzt schon, wenn wir das geschafft haben ?.
viele kleine Bars, Cafes und Restaurants Die alte Tram (heute nur noch Touriattraktion). Christchurch Cathedral (leider immer noch vom Erdbeben 2011 zerstört) Brunnen im botanischen Garten
…haben wir am Lake Tekapo verbracht. Hauptsächlich wollten wir hier her, um den See zu erkunden und Sterne zu beobachten.
Dass wir zu Silvester hier sein würden, was hauptsächlich durch die Änderung unserer eigentlichen Reiseroute zustande kam, haben wir eigentlich gar nicht erwartet. Denn der Ort ist eher klein und da die meisten Touristen und auch Einheimischen aus den gleichen Gründen wie wir dort hin kommen, war an Silvester nicht viel los. Der Ort war zwar, wie im Moment überall, sehr voll, da in Neuseeland Ferien sind, aber hier wird Silvester auch ganz anders gefeiert als bei uns. Große Partys und Feuerwerk gibt es nur in den Großstädten. Ansonsten verbringen die Neuseeländer ihren Silvesterabend eher am Strand oder auf dem Campingplatz mit Freunden und einem BBQ. Da es normalerweise ja warm und im Sommer sehr trocken ist, ist privates Feuerwerk fast überall verboten. Es gab also keine großen Partys, kein Feuerwerk und auch sonst nichts was groß an Silvester erinnern würde.
Das war aber gar nicht schlimm, denn unser Plan für die Silvesternacht war eigentlich die Sternbeobachtungstour, aber die wurde leider kurz vorher wegen den Wetterbedingungen abgesagt ?. Der Himmel hatte sich nämlich am Abend komplett zugezogen. Also sind wir kurzerhand am Seeufer geblieben und haben im Dunkeln auf den Jahreswechsel gewartet, still und ohne großes Bamborium mit ein paar anderen Touris…ganz unspektakulär aber trotzdem schön ?.
Ansonsten haben wir natürlich tagsüber noch ein bisschen die Umgebung erkundet und waren auf dem Mount John beim Observatorium, um einen schönen Blick auf den See und die Stadt zu haben. Da es am 31. endlich mal richtig warm war (26°C), sind wir dabei ordentlich ins Schwitzen gekommen und haben uns sogar ins eiskalte Wasser gewagt (der See dürfte so 12-14°C gehabt haben). So waren wir wenigstens ein Mal in Neuseeland baden ☺️. Obwohl es eher so ein schnelles rein und gaaaaanz schnelles wieder raus war ?. Basti war immerhin 5 Minuten drin und ist sogar untergetaucht ??.
Blick auf den Lake Tekapo vom Mt. JohnObservatorium der Universität von ChristchurchChurch of the Good ShepherdLupinenfeld – meine neuen Lieblingsblumen ?
Gestern sind wir dann weiter zurück Richtung Ostküste und haben eine Nacht in Kurow verbracht. Eigentlich wollten wir 2 Nächte bleiben, da der Ort an einer schönen Flusslandschaft gelegen ist und wir Kanu fahren wollten. Aber der Ort war sowas von am A… der Welt ?, dass wir heute doch weiter gefahren sind. Das war echte neuseeländische Provinz. Und das Wetter hätte Kanu fahren eh wieder nicht zugelassen ?.
Lake Pukaki bei wolkenverschleiertem Sonnenlicht (hier sind wir auf dem Weg nach Kurow noch mal vorbei gekommen)
Heute sind wir also in Oamaru gelandet. Ein Ort, der an das viktorianische Zeitalter erinnert und direkt am Pazifik liegt. Hier hatten wir einen schönen Nachmittag bei einem Spaziergang durch das alte viktorianische Viertel und dem Hafen und dem Besuch einer Steampunk Art Gallery. Das Highlight des heutigen Tages waren die Pinguine, die wir direkt am Campingplatz bei ihrer abendlichen Rückkehr von der Futterjagt im Pazifik in ihre Nester beobachten konnten ?. Leider konnten wir kein Foto machen, weil es schon so dunkel war und die Besitzerin des Campingplatzes genau aufgepasst hat, dass nicht mit Blitz fotografiert wird oder die Pinguine anderweitig gestört werden. Auf dem Weg nach Oamaru haben wir noch einen Stop bei den Elephant Rocks (riesige Kalksteinformationen auf einer Weide) gemacht.
Elephant RocksHarbour Street im viktorianischen Viertel Steampunk Art Gallery Kunst aus altem Schrott
Die letzten 3 Tage haben wir im Mount Cook Nationalpark verbracht. Hier hatten wir einen tollen Campingplatz mitten in der Natur am Nordufer des Lake Pukaki. Von dort waren es nur noch 20 km bis zum Mount Cook, den wir bei klarem Wetter auch richtig toll vom Campingplatz aus sehen konnten. ? Er ist übrigens mit 3724 m der höchste Berg in Neuseeland. Und weil uns die Berge so gut gefallen haben, haben wir uns hier auch ein paar Tage Zeit gelassen, um den Nationalpark zu entdecken und die Umgebung zu genießen. ?
Am Samstag haben wir erstmal ein bisschen den Nationalpark erkundet, den State Highway bis zum Mount Cook (einzige Zufahrt) genossen, einen kleinen Spaziergang gemacht und plötzlich ganz unerwartet einen Gletscher entdeckt. Das war wirklich echt ein wahnsinnig toller Anblick. Abends haben wir uns den Sonnenuntergang am Mount Cook angesehen und sind in der Nacht raus zum Sterne gucken, denn wir sind im Moment in einer der dunkelsten Regionen der Welt und haben wahnsinnig viele Sterne sehen können. Das war ultra cool. ?
Gletscher auf dem Mount SeftonSonnenuntergang mit Blick auf den Mount CookMilchstraße (leider nicht das Zentrum) und Magellansche Wolken
Gestern haben wir eine längere Wanderung gemacht und sind den Hooker Valley Track gelaufen. Ein Wanderweg durch die Täler des Mount Cook Nationalparks direkt am Fuße des Berges, mit tollen Felsen, einem Gletschersee und Fluss und einer imposanten Alpenlandschaft. Herausforderung waren die drei an Drahtseilen hängenden Brücken und der enorme Wind, den wir mal wieder hatten. Aber es war trotzdem sehr schön! ? Abends waren wir dann noch am Lake Pukaki, der die blaue Farbe des Gletscherwasser aufweist und faszinierend türkis ist.
Hooker Valley TrackHooker Lake mit einigen Eisschollen vom GletscherLake Pukaki
Heute sind wir auf die andere Seite des Mount Cook ins Tasman Valley gefahren, um dort die leider kläglichen Reste eines Gletschers zu sehen. Leider ist der in den letzten 10 Jahren so stark geschmolzen, dass er kaum noch vorhanden ist und im Gegensatz zu 1990 um die Hälfte geschrumpft ist. ? Wir konnten ihn nur noch erahnen und der See war leider auch nicht mehr so schön blau, wie man sich einen Gletschersee vorstellt, da jetzt so viel Stein und Sand von den Bergen mit ins Wasser laufen und das Gletscherwasser verschmutzen. ?
Blick ins Tasman Valley
Morgen ist dann ja schon Silvester ? und wir fahren zum Lake Tekapo um in der Nacht eine Sternbeobachtungstour zu machen. ??
Dieses Weihnachten war natürlich ganz anders als zu Hause. Erstmal sind wir gar nicht wirklich so richtig in Weihnachtsstimmung gekommen, weil hier Sommer ist, die Tage lang sind und zum Glück auch seit ein paar Tagen wieder die Sonne scheint. Außerdem sind wir von unserer Reise so abgelenkt gewesen, dass wir auch von der Adventszeit kaum etwas mitbekommen haben. Vor allem liegt das aber daran, dass es hier gar nicht so weihnachtlich ist wie in Deutschland. Keine Weihnachtsmärkte, keine Lichter und nur wenig Weihnachtsdeko in den Schaufenstern. Am 24.12. war hier auch noch ein ganz normaler Tag, weil in Neuseeland erst am 25. Weihnachten gefeiert wird.
Wir haben die 3 Tage ganz entspannt am Lake Wanaka genossen. Da kam noch mal richtig Urlaubsfeeling auf. ? An Heiligabend haben wir die Stadt erkundet, lecker Fish and Chips und ein Eis gegessen und sind über einen kleinen Markt mit Handwerkskunst geschlendert. Nachmittags haben wir eine zweistündige Katamaranfahrt auf dem See, inklusive eines kurzen Besuchs der Stevenson Island, gemacht. Den Abend haben wir dann ganz gemütlich auf dem Campingplatz ausklingen lassen. ☺️
#thatwanakatree (der Fotospot hier in Wanaka) Unser Weihnachtsessen! ?☺️☺️☺️Katamaranfahrt auf dem Lake WanakaBlick von Stevenson Island auf die südlichen Alpen
Am ersten Feiertag haben wir den Tag zum Ausschlafen, Abschalten und Lesen genutzt. Hier war wegen des Feiertags nämlich alles geschlossen. Erst wollten wir wandern gehen aber ein bisschen chillen ist ja im Urlaub auch nicht verkehrt. ??
Heute waren wir auf einer Photo-Tour. In Wanaka, rund um den See und in der Region gibt es so einiges zu sehen und abzulichten. Dafür gibt es sogar eine Photowanderkarte und da haben wir ein paar Hotspot abgeklappert. ?
Lake HaweaDas Paradies…wie Basti es bezeichnet. ?Blue Pool – klares, türkisfarbenes Wasser von einem BergflussUnser selbst gebautes Steinmännchen – unser kleiner Wegweiser, der uns auf unseren Wegen beschützen soll!
Die letzten 2 Tage haben wir in Arrowtown und Queenstown verbracht. Wobei wir in Arrowtown hauptsächlich den Campingplatz genutzt haben, da die in Queenstown einfach viel zu teuer sind. ?
Wir haben uns das kleine Städtchen aber trotzdem etwas genauer angesehen, da es eine alte Goldgräberstadt ist. Davon sieht man heute aber nicht mehr so viel außer im Museum, was wir besucht haben. Den alten Charm kann man nur noch an der Architektur erkennen ansonsten ist alles ziemlich dem Tourismus angepasst und voller Shops, Restaurants und Cafés.
Ein kleiner Blick ins historische Arrowtown.
Queenstown hat uns als eine der größten Städte Neuseelands endlich mal besser gefallen. Eingebettet von den südlichen Alpen direkt am Lake Wakatipu gelegen, kann man es sich hier echt gut gehen lassen. Es gibt alles was das Herz begehrt. Allerdings hat uns das Überangebot an Möglichkeiten schon fast ein bisschen verrückt gemacht. Nach der Sightseeing Tour, einem leckeren Burger und Eis haben wir uns dann für eine Wanderung, die wir heute gemacht haben und eine Jet Boat Tour für morgen früh entschieden. Danach geht es dann weiter nach Wanaka.
Die letzten 4 Tage vergingen wieder wie im Flug und Abends waren wir einfach zu müde um noch etwas zu schreiben.
In Dunedin haben wir am Montag den fast regenfreien Tag genutzt und uns die Stadt angesehen. Endlich mal eine Stadt wie wir es aus Europa kennen, zumindest zum Teil. Eine Altstadt oder so etwas in der Art gab es dort zwar auch nicht, aber ein paar architektonisch ansehnliche Gebäude. Ansonsten ist die Stadt recht schottisch geprägt und bietet so einiges an Street Art und anderer Kunst.
Bahnhof DunedinErste Kirche des Bundesstaates Otago von 1875.Auf dem Bild ist es leider gar nicht so gut erkennbar aber diese Straße war sehr steil!Eines von knapp 35 Street Art Graffitis in Dunedin.
Nachmittags sind wir noch mal an die Küste zum Tunnel Beach gefahren, wo das Meer über die Jahrtausende eine Art Tunnel in den Felsen hinterlassen hat. Hier sind wir eigentlich nur wegen dem Fotospot hin. Da wir dann noch etwas Zeit hatten, sind wir zur Halbinsel Otago Peninsula bei Dunedin ins Albatross-Center gefahren. Hier werden die Albatrosse unter Naturschutz gehalten und das Center kümmert sich um den Artenschutz der dort lebenden Albatross- und Pinguinkolonie. Leider leben dort auch ziemlich viele Möwen, gefühlt Tausende. Also wie sollte es natürlich anders sein, hat Josi drei Minuten vor Abfahrt noch einen ordentlichen Möwenschiss abbekommen. ??
Tunnel BeachAlbatross 🙂
Am Dienstag sind wir weiter südlich zum Nugget Point gefahren. Hier wollten wir eigentlich auch übernachten, aber da es wieder ordentlich geregnet hat, sehr kalt und keine Besserung in Sicht war, haben wir kurzerhand entschlossen zum nächsten Etappenziel unserer Reiseroute zu fahren: Te Anau und Milford Sound. Das war auf jeden Fall die bessere Entscheidung, denn dort schien glücklicherweise ab abends die Sonne.
Leuchtturm am Nugget PointHier ragen überall kleine bis mittelgroße Felsen nahe der Klippen aus dem Wasser und sehen aus der Ferne aus wie lauter kleine Nuggets. Daher der Name Nugget Point 😉
So konnten wir am Mittwoch den Milford Sound bei Sonnenschein aber trotzdem kühlen 12 Grad in seiner vollen Pracht genießen. Die Strecke von Te Anau zum Milford Sound (110 km, einzige Zufahrt) war unheimlich schön und wir haben wieder viele kleine Fotostops eingelegt und zwei Keas (einheimischer Papagei) gesehen (aber leider nicht vor die Linse bekommen).
Im Milford Sound selbst haben wir eine zweistündige Bootstour gemacht, bei der wir dank der letzten Regentage einige Wasserfälle und Robben zu Gesicht bekommen haben. Die Szenerie war, um es mit Bastis Worten zu beschreiben, gigantisch. Die Felswände direkt im Fjord ragen bis zu 1.600 m in die Höhe.
Blick in den Milford Sound
Gestern haben wir uns in Te Anau noch eine kleine Vogelaufzuchtstation angesehen und sind dann Richtung Queenstown weiter gefahren. In die kleine Stadt Arrowtown – eine alte Goldgräberstadt. Hier ist es total schnuckelig und sie liegt mitten in den Bergen der Ausläufer der neuseeländischen Alpen. Auf den Bergspitzen liegt sogar noch Schnee. Leider regnet es seit gestern aber auch wieder viel und es sind nur 11 Grad. Irgendwie kommt der Sommer hier nicht so richtig in Gang.
Die letzten 2 Tage sind wir ca. 700 km gefahren. Erstmal weg von der Westküste runter nach Dunedin. Da wollten wir ja unter anderem auch hin. Eigentlich zu einem anderen Zeitpunkt aber man muss ja flexibel bleiben. ?
Die Strecke ist für einen Tag zu weit, so dass wir gestern erstmal nur bis Christchurch gefahren sind. Bevor es los ging waren wir noch am Leuchtturm am Cape Foulwind und haben in Westport zufälligerweise einen Umzug (Christmas Parade) mitbekommen. Das war irgendwie ziemlich amerikanisch aber total witzig und hier zu Lande wohl allgegenwärtig. Unsere Fahrt ging dann quer durchs Land über die neuseeländischen Alpen. Es war unbeschreiblich schön und wir haben so oft angehalten, dass wir am Ende 7 Stunden unterwegs waren. ?
Leuchtturm am Cape FoulwindChristmas Parade in WestportNeuseeländische Alpen
Heute ging es dann weiter: noch mal 370 km bis Dunedin. Unterwegs haben wir an den Moeraki Boulders angehalten. Die Moeraki Boulders sind eine Anzahl ungewöhnlich großer kugelförmiger Steine an der Küste von Otago. Durch die Erosion der Küstenklippen legen die Wellen regelmäßig neue Kugeln frei.
Moeraki Boulders
Jetzt sitzen wir bei Regen im Camper in Dunedin und planen unseren morgigen Tag.
Die letzten 4 Tage haben wir noch mal voll ausgeschöpft, da endlich wieder ein bisschen Sonne zu sehen war. ? Das mussten wir wirklich ausnutzen, denn seit heute haben wir wieder Regen und das voraussichtlich auch für die nächsten 2 Wochen. An der Westküste, die wir jetzt eigentlich gerne runter gefahren wären, hat es in den letzten 2 Wochen sogar so viel geregnet, dass es einige Erdrutsche gab und nun die einzige Straße, die dort lang führt, gesperrt ist. Also mussten wir unsere Route mal wieder ziemlich anpassen. ??
Am Montag sind wir von Picton, wo wir mit der Fähre angekommen sind, zum Abel Tasman Nationalpark gefahren. Die Strecke dorthin war einfach unglaublich malerisch. Allein diese Route war wieder ein Erlebnis für sich. Der Weg ist eben doch so oft das Ziel. ? Und dann haben wir auch noch einen Campingplatz direkt am Eingang des Abel Tasman Nationalparks mit dem Meer direkt vor unserer Nase gefunden. ?
Zwischenstop am FlussbettZwischenstop in Nelson am Strand: hier haben wir unsere Mittagspause eingelegt. 🙂
Am Dienstag haben wir dann erstmal ein bisschen die Küste entlang des Nationalparks erkundet und sind bei Ebbe über den Strand gelaufen. Highlight war der Split Apple Rock. Und natürlich konnten wir endlich wieder ein bisschen Sonne tanken. ?
Strandspaziergang an der Küste Der Abel Tasman beherbergt viele inländische Vogelarten. Split Apple RockDiese Muscheln sind an/aus den Felsen am Strand gewachsen. Basti wird zum Vogelkundler 😉
Am Mittwoch sind wir einen Teil des Abel Tasman Coastal Tracks gelaufen. Ein 51km langer Wanderweg, der zu den Great Walks in Neuseeland gehört. Aber eine Mehrtageswanderung wollten wir nicht machen. Also haben wir uns mit dem Wassertaxi zur Torrent Bay bringen lassen und sind von dort zum eigentlichen Startpunkt in Marahau zurück gelaufen. Insgesamt ca. 19km. Das besondere ist, das der Walk immer an der Küste entlang geht und wir zwischen Urwald und Klippen immer wieder einen tollen Blick auf die Tasmanische See hatten. Besonders schön war die Fahrt mit dem Wassertaxi, weil sie sogar noch eine kleine Sightseeing Tour mit uns gemacht haben. Morgens um 9 Uhr auf dem Wasser Robbenbabys und ein einen Blaupinguin zu sehen, haben wir wirklich nicht erwartet. ?
Torrent Bay morgens halb 10 – ein kleines Paradies 🙂 Abel Tasman Coastal Track – eine von vielen wunderschönen Aussichten! Blick auf die Bucht von Anchorage und die Tasmanische See
Am Donnerstag sind wir dann wieder weiter. Das Wetter hat sich überraschend noch mal für einen Tag gebessert und da wir erfahren haben, dass die Straße an der Westküste gesperrt ist, haben wir spontan entschieden erstmal noch einen Teil der Strecke zu fahren. Eigentlich wollten wir wegen der Wetterbedingungen erstmal an die Ostküste, wären dann aber wegen der Straßensperrung nicht mehr zu dieser tollen Küstenstraße im Westen gekommen. Also mal wieder ein neuer Plan, aber es hat sich gelohnt. Die Fahrt war echt toll, besonders der Teil zwischen Westport und Greymouth (Great Coast Road) und wir haben uns unterwegs noch die Pancake Rocks angesehen. Sie heißen so, weil sie aussehen wie aufgestapelte Pancakes. Zum Abend wollten wir bei Ebbe noch Seesterne fotografieren, haben aber irgendwie nicht so ganz die Flut im Blick gehabt. Was dann am Ende zu einer ganz schön waghalsigen Aktion wurde, weil die Flut schneller kam als wir dachten und wir nicht am offenen Strand sondern an den Klippen mit steilen Felswänden waren. Zum Glück und dank Sprints auf dem Rückweg sind nur die Füße nass geworden. ?
Den Tag haben wir mit dem Sonnenaufgang am Strand begonnen. Dafür hat der Wecker halb 5 Uhr geklingelt. Und es war wieder Ebbe. Ebbe und Flut sind hier in der Region besonders stark. Bis zu einer Wassertiefe von 5m geht das Wasser zurück. Great Coast Road: von Westport nach Greymouth immer entlang der Küste. Pancake Rocks: wenn das Wasser mit seiner Kraft gegen die Felsen schlägt entstehen beeindruckende Geräusche und man spürt die Kraft des Meeres. Wir haben sogar ein kleines Nest mit Küken entdeckt. ?Seesterne an den Felsklippen
Heute fing es dann wieder an zu regnen. Aber davon haben wir uns diesmal nicht beirren lassen und waren trotzdem den ganzen Tag unterwegs. Wir haben uns Greymouth angesehen, sind die Küstenstraße wieder zurück gefahren (einmal weil wir ja wegen der Sperrung eh zurück mussten und weil wir sie so toll fanden), haben einen kleinen Spaziergang am Pororari River gemacht und sind am Cape Foul Wind zu einer Seelöwenkolonie gefahren. Es hat sich also gelohnt. ?
Greymouth Innenstadt Pororari RiverGreat Coast Road Seelöwen am Cape Foul Wind Und wieder kleine Babys. In ganz Neuseeland ist/war Paarungszeit und wir haben schon so viele Tierbabys entdeckt. 🙂
Samstag haben wir uns von der Nordinsel verabschiedet und sind mit der Fähre von Wellington nach Picton übergesetzt. 3 1/2 Stunden hat die Fahrt gedauert und war dank des Windes für Josi nicht ganz so angenehm! (eine Kreuzfahrt machen wir auf jeden Fall nicht ?) Leider sind wir auch hier bei ordentlich Regen angekommen und haben gar nicht so richtig viel von dem kleinen Hafenstädtchen sehen können. Auch heute hat es wieder den ganzen Tag geregnet und das Tief wird sich wohl auch noch eine Weile über der Südinsel halten. Das erschwert gerade ein bisschen unsere Routenplanung und wirft alles etwas durcheinander.
Bevor wir den Norden verlassen haben, waren wir noch in Wellington. Aber auch Wellington hat uns, genauso wie Auckland, nicht so richtig begeistert. Vielleicht lag das am Wetter oder daran, das wir noch total erledigt vom Tongariro Alpine Crossing waren, aber der Hafen ist hauptsächlich ein Industriehafen und der Innenstadtbereich komplett mit Hochhäusern zugebaut. Höhepunkt war hier die Fahrt mit der Kabelbahn hoch zum botanischen Garten.
Hafen von Wellington Skyline Wellington Parlament Kabelbahn
Ansonsten haben wir die Tage seit der Wanderung eher ruhig verbracht. Zum einen um uns ein bisschen auszuruhen, zum anderem wegen des Regenwetters (der heutige Tag beschränkte sich auf unsere 4qm Campervan). Aber ein bisschen Fahrt haben wir auch wieder zurück gelegt. Vom Tongariro National Park bis Wellington waren es immerhin 5 Stunden Autofahrt und dann eben noch die Fährfahrt.
Morgen geht es zum Abel Tasman Nationalpark. Dort soll Sonne sein…hoffen wir. Noch ein Tag im Camper ist unmöglich machbar!?
Wir haben es geschafft! Und wir sind mega stolz darauf! 🙂
Nach ca. 3 Stunden und 14.000 Schritten: “Wenn das so weiter geht, wandern wir heute mehr Schritte als in einer Arbeitswoche inklusive Wochenende!” (zit. Basti).
Aber ob und wie lange es überhaupt weiter gehen kann, war immer wieder eine große Frage. Denn das Wetter war wieder nicht ganz auf unserer Seite. Zum Glück hat es zwar nicht mehr geregnet, aber beim Aufstehen war wieder ordentlich Nebel im Tal und der Himmel sehr wolkenverhangen. Also ging es doch nicht um 6 Uhr los. Nun hatten wir ja aber extra schon 2 Tage auf besseres Wetter gewartet und haben uns dann doch entschlossen es einfach zu probieren und den Shuttlebus um 7 Uhr genommen.
Am Startpunkt angekommen, wurden alle Wanderer von den Rangern des Nationalparks noch einmal auf die Wetterbedingungen und die Gefahren hingwiesen – also doch nicht hoch? Was machen wir? Die Ranger sagten, sie würden nicht hoch und bei dem Nebel kommt auch kein Rettungstrup! Da aber erstmal alle los gelaufen sind, sind wir mit und haben entschieden einfach Etappe für Etappe weiter zu schauen…umdrehen konnten wir ja zu jeder Zeit. Und das haben auch einige getan.
Aber zunächst schien alles ganz harmlos. Also sind wir die ersten 4,5 km bis zur ersten Etappe Soda Springs zwar relativ im Nebel gelaufen aber wir konnten zumindest im Tal gut sehen…nur die Berge mussten wir uns vorstellen. 😀
Wo sind die Berge?Blick ins Tal…von dort sind wir gekommen. (1. Etappe – Soda Springs, ca. 4,5 km)
Trotz der Hinweisschilder haben wir uns dann an den Aufstieg gewagt. Wir haben zwar lange überlegt und wollten eigentlich erst umdrehen, aber zumindest bis zum Southcrater wollte ich (Josi) noch laufen. Wenigstens einen Vulkan wollte ich sehen. Also gut…wir probieren es und schauen wie weit wir kommen. Jedoch lagen hier über 200 Höhenmeter auf 2 km vor uns und schon nach 20 Minuten dachte ich mir, was machen wir hier eigentlich. 😀 Und dann auch noch Treppen: gefühlt bin ich eine Stufe hoch und zwei wieder zurück. Aber es hat sich gelohnt, denn die Landschaft hat sich noch mal unglaublich verändert.
2. Etappe – South CraterWeiter geht’s!
So ging es dann immer weiter. Etappe für Etappe haben wir uns nach dem Wetter orientiert und waren so von der Umgebung beeindruckt, dass wir doch auch immer mehr sehen wollten und mutig wurden. Bis dann der Aufstieg zum Red Crater kam (zwischen dem Mt. Ngauruhoe und Mt. Tongariro). Ein schmaler Grad auf 1900m Höhe mit plötzlichen Windböen von bis zu 65km/h und dicken fettem Nebel. Wo kam das denn her? Hatten uns die Ranger nicht vor diesem plötzlichen Wetterwechsel gewarnt?! Okay…doch zurück? Aber den Abstieg wagten wir bei dem Wind auch nicht. Also erstmal am Berg, geschützt von einigen Felsen, ausharren und dann weiter sehen.
Plötzlich sahen wir nichts mehr!Ausharren und abwarten.
Dann kamen uns Wanderer von oben entgegen und machten Mut. Wir hatten den höchsten Punkt eigentlich direkt vor unserer Nase. Also sind wir weiter, trotz Angst jeden Moment vom Berg gefegt zu werden und wurden dafür am Ende reichlich belohnt. Den Red Crater habe ich zwar aus Angst nicht so richtig wahrgenomen aber es folgten weitere Höhepunkte. Die Emerald Lakes, der Blue Lake und eine atemberaubende Landschaft. Sogar Schnee lag da oben noch. 🙂
3. Etappe – Red Crater4. Etappe – Emerald Lakesund Blue Lake
Ab Kilometer 11 ging es dann nur noch bergab…war ich froh. Zumindest in dem Moment, aber wenn man 8 km bergab läuft stellt man ziemlich schnell fest, dass das fast noch anstrengender ist. 😀
Da unten ist das Ziel. Der Weg nach unten.
Am Ende haben wir es doch geschafft: 19,4 km, 8h 20min und über 40.000 Schritte mit vielen Höhen und Tiefen, Sonne und Nebel, Wind und Temperaturen bis runter auf ca. 5 Grad, Schweiß und Frost und ganz viel Adrenalin.
Es war eine wahnsinnig anstrengende Wanderung, vorallem für uns Wenig-Wanderer aber trotzdem eine super tolle Erfahrung.
Zur Belohnung sind wir dann Abends noch in den Whirlpool auf unserem Campingplatz und etwas Essen gegangen. Und hatten sogar noch mal einen tollen Blick, ohne Nebel und mit Abendsonne auf beide Berge.