Abel Tasman Nationalpark und Westcoast

Die letzten 4 Tage haben wir noch mal voll ausgeschöpft, da endlich wieder ein bisschen Sonne zu sehen war. ? Das mussten wir wirklich ausnutzen, denn seit heute haben wir wieder Regen und das voraussichtlich auch für die nächsten 2 Wochen. An der Westküste, die wir jetzt eigentlich gerne runter gefahren wären, hat es in den letzten 2 Wochen sogar so viel geregnet, dass es einige Erdrutsche gab und nun die einzige Straße, die dort lang führt, gesperrt ist. Also mussten wir unsere Route mal wieder ziemlich anpassen. ??

Am Montag sind wir von Picton, wo wir mit der Fähre angekommen sind, zum Abel Tasman Nationalpark gefahren. Die Strecke dorthin war einfach unglaublich malerisch. Allein diese Route war wieder ein Erlebnis für sich. Der Weg ist eben doch so oft das Ziel. ? Und dann haben wir auch noch einen Campingplatz direkt am Eingang des Abel Tasman Nationalparks mit dem Meer direkt vor unserer Nase gefunden. ?

Zwischenstop am Flussbett
Zwischenstop in Nelson am Strand: hier haben wir unsere Mittagspause eingelegt. 🙂

Am Dienstag haben wir dann erstmal ein bisschen die Küste entlang des Nationalparks erkundet und sind bei Ebbe über den Strand gelaufen. Highlight war der Split Apple Rock. Und natürlich konnten wir endlich wieder ein bisschen Sonne tanken. ?

Strandspaziergang an der Küste
Der Abel Tasman beherbergt viele inländische Vogelarten.
Split Apple Rock
Diese Muscheln sind an/aus den Felsen am Strand gewachsen.
Basti wird zum Vogelkundler 😉

Am Mittwoch sind wir einen Teil des Abel Tasman Coastal Tracks gelaufen. Ein 51km langer Wanderweg, der zu den Great Walks in Neuseeland gehört. Aber eine Mehrtageswanderung wollten wir nicht machen. Also haben wir uns mit dem Wassertaxi zur Torrent Bay bringen lassen und sind von dort zum eigentlichen Startpunkt in Marahau zurück gelaufen. Insgesamt ca. 19km. Das besondere ist, das der Walk immer an der Küste entlang geht und wir zwischen Urwald und Klippen immer wieder einen tollen Blick auf die Tasmanische See hatten. Besonders schön war die Fahrt mit dem Wassertaxi, weil sie sogar noch eine kleine Sightseeing Tour mit uns gemacht haben. Morgens um 9 Uhr auf dem Wasser Robbenbabys und ein einen Blaupinguin zu sehen, haben wir wirklich nicht erwartet. ?

Torrent Bay morgens halb 10 – ein kleines Paradies 🙂
Abel Tasman Coastal Track – eine von vielen wunderschönen Aussichten!
Blick auf die Bucht von Anchorage und die Tasmanische See

Am Donnerstag sind wir dann wieder weiter. Das Wetter hat sich überraschend noch mal für einen Tag gebessert und da wir erfahren haben, dass die Straße an der Westküste gesperrt ist, haben wir spontan entschieden erstmal noch einen Teil der Strecke zu fahren. Eigentlich wollten wir wegen der Wetterbedingungen erstmal an die Ostküste, wären dann aber wegen der Straßensperrung nicht mehr zu dieser tollen Küstenstraße im Westen gekommen. Also mal wieder ein neuer Plan, aber es hat sich gelohnt. Die Fahrt war echt toll, besonders der Teil zwischen Westport und Greymouth (Great Coast Road) und wir haben uns unterwegs noch die Pancake Rocks angesehen. Sie heißen so, weil sie aussehen wie aufgestapelte Pancakes. Zum Abend wollten wir bei Ebbe noch Seesterne fotografieren, haben aber irgendwie nicht so ganz die Flut im Blick gehabt. Was dann am Ende zu einer ganz schön waghalsigen Aktion wurde, weil die Flut schneller kam als wir dachten und wir nicht am offenen Strand sondern an den Klippen mit steilen Felswänden waren. Zum Glück und dank Sprints auf dem Rückweg sind nur die Füße nass geworden. ?

Den Tag haben wir mit dem Sonnenaufgang am Strand begonnen. Dafür hat der Wecker halb 5 Uhr geklingelt.
Und es war wieder Ebbe. Ebbe und Flut sind hier in der Region besonders stark. Bis zu einer Wassertiefe von 5m geht das Wasser zurück.
Great Coast Road: von Westport nach Greymouth immer entlang der Küste.
Pancake Rocks: wenn das Wasser mit seiner Kraft gegen die Felsen schlägt entstehen beeindruckende Geräusche und man spürt die Kraft des Meeres.
Wir haben sogar ein kleines Nest mit Küken entdeckt. ?
Seesterne an den Felsklippen

Heute fing es dann wieder an zu regnen. Aber davon haben wir uns diesmal nicht beirren lassen und waren trotzdem den ganzen Tag unterwegs. Wir haben uns Greymouth angesehen, sind die Küstenstraße wieder zurück gefahren (einmal weil wir ja wegen der Sperrung eh zurück mussten und weil wir sie so toll fanden), haben einen kleinen Spaziergang am Pororari River gemacht und sind am Cape Foul Wind zu einer Seelöwenkolonie gefahren. Es hat sich also gelohnt. ?

Greymouth Innenstadt
Pororari River
Great Coast Road
Seelöwen am Cape Foul Wind
Und wieder kleine Babys. In ganz Neuseeland ist/war Paarungszeit und wir haben schon so viele Tierbabys entdeckt. 🙂